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Eine Familie sitzt am Tisch, während sie alte Fotos betrachtet, im Hintergrund eine Fensteransicht auf einen See.

Episode 61: Das Flüstern im Laub

Episode 61: Das Flüstern im Laub Anna, Dorfleben, Fischer Petersen, Flüstern im Laub, Forschergeist, Frau Alva, Geheimnis am See, Gemeinschaft im Wandel, Geschichte der Falkenbergs, Heiko Lenzen, hotel seeblick, Kindergruppe, langsame Übergabe, mystisches Zeichen, Naturbeobachtung, neue Entdeckung, sankelmarker see, stille Spannung, Symbol im Boden, vergangene Rituale, Vergangenes wird sichtbar, Zukunft des Hotels
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Ein leiser Wind zog an diesem Morgen durch die Bäume rund um den Sankelmarker See. Die Zweige der alten Birken raschelten sacht, und das Licht der frühen Sonne brach sich in kleinen Wellen auf dem Wasser. Es war einer dieser Tage, an denen die Welt gleichzeitig ruhig und gespannt wirkte – als würde etwas darauf warten, entdeckt zu werden.

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Anna stand neben dem alten Baum am Ufer, neben ihr Heiko, Frau Alva und die Kinder. Im feuchten Waldboden vor ihnen war ein Zeichen eingeritzt – sauber, gezielt, nicht durch Zufall entstanden. Es erinnerte entfernt an die alten Symbole aus den Falkenberg-Briefen, aber auch an die Formen, die sich in den letzten Wochen auf dem See gezeigt hatten.

„Das ist neu,“ sagte Lukas leise. „Gestern war es noch nicht da.“

Heiko kniete sich hin und betrachtete die Einkerbung genauer. „Die Linien sind frisch. Vielleicht ein, zwei Tage alt. Das ist kein Zufall.“

„Aber wer würde so etwas hier hinterlassen?“ fragte Mia. „Und warum?“

Anna beugte sich ebenfalls vor. „Vielleicht ist es keine Warnung. Vielleicht ist es eine Nachricht.“

„Oder eine Einladung,“ sagte Lea und sah zum See hinaus. „Der See spricht – nur verstehen wir ihn noch nicht.“

Sie fotografierten das Zeichen und markierten die Stelle mit einem kleinen Holzstab. Anna machte sich eine Notiz, um später Frau Lund in der Akademie Sankelmark ein Bild davon zu schicken. Vielleicht kannte sie das Symbol aus alten Aufzeichnungen.

„Ich werde mit ihr sprechen,“ sagte Anna, „aber ich habe das Gefühl, wir kommen der Wahrheit näher.“

Während sie zurück zum Hotel gingen, sprach kaum jemand. Es war nicht die Erschöpfung, sondern dieses Gefühl von Nähe – als ob die Antwort, nach der sie suchten, plötzlich nicht mehr in weiter Ferne lag.

Am Nachmittag war das Seeblick erfüllt von alltäglichem Leben. Gäste saßen auf der Terrasse, tranken Kaffee, lasen, unterhielten sich. Heiko stand im Schatten des Eingangs und beobachtete das Treiben. Für einen Moment wirkte alles friedlich. Doch er spürte, dass das Hotel, der See, das Dorf – dass all das nur an der Oberfläche ruhig war. Darunter bewegte sich etwas.

„Du denkst nach,“ sagte Anna und trat neben ihn.

„Immer,“ antwortete Heiko mit einem leichten Lächeln. „Vor allem über das, was wir heute Morgen gesehen haben.“

„Ich frage mich, ob es mit den Falkenbergs zu tun hat,“ sagte Anna. „Vielleicht haben sie versucht, das Gleichgewicht zu bewahren. Vielleicht haben sie gewusst, dass das Hotel mehr als ein Ort ist.“

Heiko nickte. „Und was, wenn sie gescheitert sind?“

Anna sah ihn an. „Dann dürfen wir nicht die gleichen Fehler machen.“

Während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand, saßen die Kinder später auf dem Steg und warfen Kieselsteine ins Wasser. Petersen kam dazu, setzte sich neben sie, sagte zunächst nichts.

„Ich hab’s gesehen, weißt du,“ sagte er schließlich. „Das Zeichen. Früher. Nur einmal. Mein Großvater hat es mir damals gezeigt, kurz vor seinem Tod.“

„Und was hat er gesagt?“ fragte Finn.

Petersen sah aufs Wasser. „Er sagte, es ist das Siegel des Wachens. Wenn es erscheint, bedeutet das, dass sich etwas öffnet. Oder schließt.“

Die Kinder schwiegen. Das Wasser kräuselte sich leicht, als ob der See auf die Worte reagierte.

Später in der Nacht saß Heiko noch einmal allein in der Lobby. Das Hotel war still. Auf dem Tisch vor ihm lag das Foto der Falkenbergs. Er betrachtete die Gesichter – ernst, aber nicht hart. Er fragte sich, was sie wussten. Und was sie zurückgelassen hatten.

Dann, ganz leise, hörte er es: Ein Rascheln. Nicht im Hotel. Draußen. Ein Flüstern im Laub.
Heiko stand auf und trat ans Fenster.
Am Seeufer, wo sie das Zeichen gefunden hatten, bewegte sich der Nebel – so als würde etwas Altes, Langsames, Geduldiges wach werden.

Und er wusste:
Der nächste Schritt würde entscheidend sein.

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